
Funktionelle Medizin – Wissenschaftliche Ursachenforschung
Als ganzheitliche Internistin und M. Sc. für präventive und Funktionelle Medizin betrachte ich den Körper nicht in isolierten Einzelteilen, sondern als hochgradig vernetztes Gesamtsystem. Die Funktionelle Medizin (oft auch als Ursachenmedizin oder Root Cause Medicine bezeichnet) setzt genau hier an: Wir suchen nach den biochemischen und physiologischen Wurzeln Ihrer Beschwerden, anstatt Symptome lediglich medikamentös zu unterdrücken.
Dieser systembiologische Ansatz ist der Schlüssel bei komplexen chronischen Multisystemerkrankungen wie Long COVID, dem Post-Vac-Syndrom, ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome), POTS (autonome Kreislaufregulation) und der Mastzellaktivierung (MCAS).

Unsere physiologischen Schwerpunkte:
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Mitochondrien & Energie: Bei ME/CFS und Long COVID ist die zelluläre Energiegewinnung (ATP) in den Mitochondrien blockiert. Dies führt zur charakteristischen Belastungsintoleranz (Post-exertionelle Malaise / PEM).
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Darm und Immunsystem: Eine gestörte Darmflora (Dysbiose) kann die Barriere der Schleimhaut schwächen (Leaky Gut) und über die Freisetzung von Endotoxinen eine dauerhafte, niedriggradige Entzündung (Silent Inflammation) im gesamten Körper triggern.
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Immunologie & Mastzellen (MCAS): Anhaltende Immunaktivierung oder hyperreaktive Mastzellen setzen unkontrolliert Entzündungsstoffe frei, was zu Brain Fog, Erschöpfung und diffusen Schmerzen führt.
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Dysreguliertes Nervensystem (Dysautonomie): Bei postviralen Syndromen und PoTS liegt häufig eine tiefgreifende Funktionsstörung des autonomen Nervensystems vor. Wir behandeln diese gezielt über die Regulation der sympathischen und parasympathischen Balance.
Wir distanzieren uns von unseriösen Versprechen und unnötiger Überdiagnostik. Vor jeder funktionellen Laboranalyse steht eine leitliniengerechte kardiologische und internistische Basisdiagnostik und eine Einordnung bzgl. Therapiekonsequenz. Wir arbeiten streng hypothesengeleitet und verkaufen keine eigenen Nahrungsergänzungsmittel.
Integrative Medizin – Die Brücke zur evidenzbasierten Medizin
Die Integrative Medizin ist die wissenschaftlich fundierte Verbindung aus hochmoderner konventioneller Schulmedizin und geprüften Verfahren der Komplementärmedizin sowie der klassischen Naturheilkunde. Sie ist kein Ersatz für notwendige akademische Standardtherapien, sondern deren koordinierte, sichere Erweiterung.
Dass dieses Konzept hochwirksam ist, zeigt die Etablierung integrativer Abteilungen an führenden Universitätskliniken (wie der Charité Berlin, Heidelberg oder Essen). Wir stärken gezielt die Selbstregulation Ihres Körpers (Salutogenese) auf Basis klarer wissenschaftlicher Evidenz.
Unser therapeutisches Stufenkonzept:
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Level I: Hohe Evidenz (In Leitlinien verankert)
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Lifestyle Medicine: Personalisierte mediterrane Ernährung zur Senkung entzündlicher Marker und des kardiologischen Risikos.
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Chronobiologie: Optimierung der Schlafmedizin zur Regeneration von Nerven- und Immunsystem.
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Mind-Body-Medizin: Wissenschaftliche Stressreduktion (z.B. MBSR) zur nachweislichen Senkung von Stresshormonen und Entzündungszytokinen.
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Level II: Mittlere Evidenz (Pfadfinder für chronische Beschwerden)
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Mikronährstofftherapie: Gezielte, labormedizinisch überwachte Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen – jedoch ausschließlich bei nachgewiesenem Mangel.
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Mikrobiom-Modulation: Leitliniengerechter, indikationsspezifischer Aufbau der Darmflora.
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Level III: Experimentelle Ansätze (Nur im begründeten Einzelfall)
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Bei schweren postinfektiösen Erschöpfungssyndromen nutzen wir im Rahmen individueller Heilversuche neuroimmunologische Therapien wie Low-Dose Naltrexone (LDN) und strukturierte Belastungssteuerung (Pacing).
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Für mich gehört das biopsychosoziale Krankheitsmodell untrennbar zu einer modernen, seriösen Medizin. Echte und nachhaltige Genesung gelingt nur, wenn wir alle drei Dimensionen Ihres Lebens betrachten:
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Biologische Ebene: Ihre Genetik, Organsysteme und biochemischen Laborwerte.
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Psychische Ebene: Ihr Stresserleben, seelische Belastungen, mentale Resilienz und die persönliche Krankheitsbewältigung.
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Soziale Ebene: Ihre Lebensumstände, Ihr Beruf, familiäre Strukturen und Ihr soziales Unterstützungssystem.
In unserer Praxis blicken wir daher weit über reine Laborbefunde hinaus. Wir nehmen uns die Zeit, im gemeinsamen Gespräch zu analysieren, wie diese Ebenen in Ihrem Alltag zusammenwirken.
Nur wenn wir auch psychische und soziale Belastungsfaktoren einbeziehen, können wir das Nerven- und Immunsystem effektiv entlasten und Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren.