top of page

Intravenöses Vitamin C bei Long COVID: Was meine Masterarbeit zeigt – und was sie nicht zeigt

Autorenbild: Dr. med. Kristina Schultheiß
Dr. med. Kristina Schultheiß
18. Aug.
8 Min. Lesezeit
# Intravenöses Vitamin C bei Long COVID: Was meine Masterarbeit zeigt – und was sie nicht zeigt

*Im Oktober 2025 habe ich meine Masterarbeit im Studiengang „Präventive und Funktionelle Medizin" an der Dresden International University abgeschlossen. Untersucht habe ich, was eine intravenöse Vitamin-C-Therapie bei Patient:innen mit Post-COVID-Syndrom und nachgewiesenem Vitamin-C-Mangel bewirkt – gemessen nicht an Laborwerten, sondern an dem, was die Betroffenen selbst berichten. Die Ergebnisse sind interessant, teilweise überraschend, und sie haben eine deutliche Schattenseite: Der Effekt hielt nicht an. In diesem Beitrag erzähle ich, was ich gefunden habe, wie belastbar es ist – und wo die Grenzen einer Fallserie mit vier Patient:innen liegen.*

## Warum überhaupt Vitamin C bei Long COVID?

Beim Post-COVID-Syndrom (PoCS) werden mehrere ineinandergreifende Mechanismen diskutiert: eine persistierende niedriggradige Entzündung, oxidativer Stress mit vermehrter Bildung reaktiver Sauerstoffspezies, endotheliale Dysfunktion mit Mikrozirkulationsstörungen, Neuroinflammation und mitochondriale Dysfunktion. Eine kausale Therapie existiert bis heute nicht.

**Der Wirkmechanismus:** Vitamin C ist an auffällig vielen dieser Achsen beteiligt. Es fängt reaktive Sauerstoffspezies ab und regeneriert andere Antioxidantien wie Glutathion und Vitamin E. Es stabilisiert Tight Junctions im Endothel und unterstützt über die Regeneration von Tetrahydrobiopterin die NO-Bildung – also genau die Achse, die bei PoCS gestört ist. Es ist Cofaktor der Dopamin-β-Hydroxylase und damit an der Katecholaminsynthese beteiligt. Und es wird für die Carnitinbiosynthese gebraucht, ohne die Fettsäuren nicht in die Mitochondrien gelangen.

**Warum intravenös?** Die Aufnahme im Darm ist sättigbar: Ab etwa 200–500 mg pro Einzeldosis ist die Transportkapazität weitgehend ausgeschöpft, höhere orale Dosen führen vor allem zu Durchfall, nicht zu höheren Spiegeln. Erst die parenterale Gabe erreicht supraphysiologische Serumspiegel – relevant gerade dann, wenn zusätzlich eine Malabsorption besteht.

Das ist eine plausible Kette. Plausibilität ist aber kein Wirksamkeitsnachweis – und genau deshalb habe ich gemessen.

## Was ich untersucht habe

Die Arbeit entstand als Teil eines gemeinsamen Studienprojekts in der Praxis „In der Gerbe" in Egg (Österreich) unter ärztlicher Leitung von Dr. med. Christine Valentiny, im Zeitraum April 2024 bis August 2025. Ursprünglich war eine größere Studie mit 55 Teilnehmenden geplant. Weil sich nicht genügend Patient:innen mit PoCS **und** gesichertem Vitamin-C-Mangel finden ließen, wurde das Konzept in eine explorative Fallserie überführt und um eine gesunde Vergleichsgruppe ergänzt. Diese Ehrlichkeit gehört an den Anfang: Was folgt, ist keine Studie, die Wirksamkeit beweisen kann.

**Das Kollektiv:** 28 Personen – 13 mit Post-COVID-Syndrom (davon 4 mit Vitamin-C-Mangel) und 15 gesunde Kontrollpersonen.

**Die Intervention:** 7,5 g Ascorbinsäure als Kurzinfusion, einmal wöchentlich über vier Wochen, unter ärztlicher Aufsicht.

**Die Messzeitpunkte:** T0 (vor Therapie), T1 (nach der letzten Infusion), T2 (sechs Wochen nach Therapieende).

**Die Instrumente:** SF-36 (gesundheitsbezogene Lebensqualität, mit den Summenscores PCS und MCS), drei PROMIS-Kurzskalen (Fatigue, kognitive Funktion, Schmerzinterferenz), der Bell-Disability-Score und die Kanadischen Konsenskriterien. Beurteilt wurde nicht primär die statistische Signifikanz – bei vier Patient:innen wäre das aussichtslos –, sondern die **klinisch relevante Veränderung (MCID)**: mindestens 0,5 Standardabweichungen, beim SF-36 etwa 5 Punkte, bei PROMIS etwa 0,3 Punkte.

Parallel dazu untersuchte Dr. Valentiny in ihrer Arbeit die biochemischen Veränderungen. In einem gemeinsamen Cross-over-Kapitel haben wir beide Perspektiven zusammengeführt.

## Befund 1: Der Vitamin-C-Mangel war deutlich häufiger

In der PoCS-Gruppe wiesen 4 von 13 Patient:innen (30,8 %) einen Vitamin-C-Mangel auf – in der Kontrollgruppe kein einziger (0 von 15). Im Fisher's-Exact-Test war dieser Unterschied statistisch signifikant (p = 0,035). Drei der vier lagen im Bereich des schweren Mangels (2,8 / 2,9 / 3,6 mg/dl), eine im moderaten (4,5 mg/dl).

Ebenso deutlich war die Einschränkung der Lebensqualität: Der körperliche Summenscore (PCS) lag im Mittel bei 36,0, der psychische (MCS) bei 37,5 – gegenüber etwa 50 in der Normalbevölkerung. Alle vier Patient:innen erfüllten formal die Kanadischen Konsenskriterien für ME/CFS und berichteten 20 bis 23 Symptome.

> **Meine persönliche Einschätzung:** Dieser Befund hat mich in seiner Deutlichkeit überrascht – nicht dass es einen Unterschied gibt, sondern dass in der Kontrollgruppe *kein einziger* Mangel auftrat. Vorsicht ist trotzdem geboten: Bei 13 gegenüber 15 Personen kann ein solcher Kontrast auch Zufall sein, und ob der Mangel Ursache, Folge oder Begleiterscheinung des erhöhten Verbrauchs bei chronischer Entzündung ist, kann diese Arbeit nicht klären. Was ich mitnehme, ist praktisch: Der Vitamin-C-Status ist billig zu messen und wird in der Post-COVID-Diagnostik fast nie bestimmt. Das sollte er.

## Befund 2: Direkt nach der Infusionsserie war die Verbesserung deutlich

Zwischen T0 und T1 verbesserten sich praktisch alle erhobenen Dimensionen. Der PCS stieg im Mittel um 13,7 Punkte, der MCS um 18,7. Am stärksten legten die rollenbezogenen Skalen zu – körperliche Rolleneinschränkung +25,0, emotionale Rolleneinschränkung +25,3 –, gefolgt von sozialer Teilhabe (+17,5) und Vitalität (+13,8). In der PROMIS-Fatigue-Skala sank der Wert um 0,48 Punkte und überschritt damit die MCID-Schwelle klar. Kognition (+0,23) und Schmerzinterferenz (–0,25) veränderten sich in die erwartete Richtung, blieben aber grenzwertig bzw. unterhalb der Relevanzschwelle.

**Wichtig zur Einordnung:** Kein einziger dieser Werte war statistisch signifikant. Die p-Werte im Wilcoxon-Test lagen durchgängig zwischen 0,109 und 0,375 – bei n = 4 ist das erwartbar und sagt über die Wirksamkeit nichts aus. Was zählt, ist die **Richtungskonsistenz**: Alle Skalen bewegten sich gleichsinnig, und mehrere überschritten die klinische Relevanzschwelle.

> **Meine persönliche Einschätzung:** Das ist der Teil der Arbeit, der mich als Behandlerin am meisten interessiert – und zugleich der, bei dem ich am vorsichtigsten bin. Vier Patient:innen, keine Verblindung, keine Kontrollgruppe, Selbstauskunft als einzige Datenquelle, dazu eine Kohorte, die über Newsletter und Social Media zu einer Mikronährstofftherapie gekommen ist und entsprechend erwartungsvoll war: Ein Placeboeffekt ist hier nicht die Randbemerkung, sondern eine ernstzunehmende Alternativerklärung. Dass die Fatigue am konsistentesten reagierte, passt allerdings gut zum Mechanismus – energetische Dimensionen sollten schneller ansprechen als kognitive oder Schmerznetzwerke.

## Befund 3: Der Effekt hielt nicht – der Rebound

Sechs Wochen später (T2) war ein großer Teil des Gewinns wieder verschwunden. Der PCS fiel um 13,1 Punkte, der MCS um 12,5. Am stärksten betroffen: die körperliche Funktionsfähigkeit (–21,7) und die Vitalität (–16,7). Der Verlauf zeichnet damit ein Muster, das ich in der Arbeit als „gipfelartig" beschrieben habe: deutlicher Anstieg unmittelbar nach der Infusionsserie, anschließend Rückkehr in Richtung Ausgangsniveau.

Pharmakokinetisch ist das nicht überraschend. Supraphysiologische Ascorbatspiegel halten nur wenige Tage; bei chronischer Entzündung kommt ein erhöhter Verbrauch hinzu. Die zugrunde liegende Pathophysiologie besteht fort – ohne fortgesetzte Modulation setzt sie sich wieder durch.

> **Meine persönliche Einschätzung:** Für mich ist das eigentlich das wichtigste Ergebnis der ganzen Arbeit – wichtiger als der Peak. Eine einmalige Infusionsserie über vier Wochen reicht nicht. Wer diese Therapie einsetzt, muss von Anfang an mitdenken, was danach kommt: Auffrischungsinfusionen in größeren Abständen, orale Erhaltungsdosis, oder eine bewusste Entscheidung gegen die Fortführung. Was aus meiner Sicht **nicht** vertretbar ist: vier teure Infusionen verkaufen, das gute Gefühl danach als Therapieerfolg verbuchen und den Abfall sechs Wochen später gar nicht mehr zu sehen bekommen. Ein Konzept ohne Verlaufskontrolle ist bei dieser Therapie kein Konzept.

## Befund 4: Wer profitiert? Die „Dual-Trigger"-Hypothese

Die vier Verläufe waren sehr unterschiedlich. Eine Patientin – in der Arbeit VC001 – hatte den niedrigsten Ausgangswert (2,8 mg/dl), die schwersten kognitiven Einschränkungen und den stärksten Anstieg des Serumspiegels. Sie zeigte auch die deutlichste Besserung in allen Domänen, fiel aber bis T2 wieder auf das Ausgangsniveau zurück. Eine zweite Patientin (VC004) verbesserte sich weniger dramatisch, hielt ihr Niveau dafür bis zum Follow-up. Eine dritte besserte sich langsam und kontinuierlich, und eine vierte sprach überhaupt nicht an.

In der Cross-over-Analyse zeigte sich, dass ein stärkerer Anstieg des Serum-Ascorbats mit stärkerer Symptombesserung einherging – am ausgeprägtesten bei Fatigue und körperlicher Funktionsfähigkeit, schwächer und uneinheitlich bei der Schmerzinterferenz.

Daraus habe ich die Hypothese eines **„Dual-Trigger"-Profils** formuliert: Ein therapeutisch relevanter Effekt ist vor allem dann wahrscheinlich, wenn **beides** zusammenkommt – ein tatsächlich erniedrigter Serum-Ascorbatspiegel **und** eine passende klinische Leitsymptomatik, also Fatigue oder kognitive Einschränkungen im Vordergrund.

> **Meine persönliche Einschätzung:** Das ist eine Hypothese, keine Erkenntnis – bei vier Personen kann eine einzelne Patientin ein ganzes Korrelationsmuster tragen, und genau das war hier teilweise der Fall. Auch eine Regression zur Mitte ist bei so extremen Ausgangswerten eine ernstzunehmende Alternativerklärung. Trotzdem ist das Modell für mich klinisch brauchbar: Es beschreibt nicht, dass Vitamin C wirkt, sondern *bei wem man überhaupt hinschauen sollte*. Und es sagt implizit auch, wem ich es **nicht** anbiete – Patient:innen mit normalem Ausgangswert und ohne dominante Fatigue-/Kognitionssymptomatik.

## Was die Arbeit ausdrücklich nicht zeigt

Zur Redlichkeit gehört eine klare Liste dessen, was hier **nicht** belegt ist:

- **Keine Wirksamkeit.** Ohne Randomisierung, Verblindung und Placeboarm sind keine kausalen Schlüsse möglich.
- **n = 4.** Die Teststärke ist so gering, dass moderate Effekte prinzipiell nicht nachweisbar sind; nach eigener Hochrechnung wären 12–20 Fälle nötig.
- **Selektionsbias.** Rekrutierung überwiegend über Newsletter und soziale Medien einer funktionell-medizinisch ausgerichteten Praxis – also eine Gruppe mit hoher Gesundheitskompetenz und positiver Erwartungshaltung.
- **Nur Selbstauskunft.** Neurokognitive Tests, Aktivitätsdaten oder Entzündungsmarker als Verlaufsparameter fehlen.
- **Kurzer Beobachtungszeitraum.** Nach sechs Wochen war Schluss; über den weiteren Verlauf weiß ich nichts.

## Wie sich das in die Literatur einfügt

Vollbracht und Kraft haben 2021 klinische Arbeiten zu Vitamin C bei Fatigue in verschiedenen Kontexten zusammengetragen – von Krebspatient:innen über Herpes zoster bis zu chronischer Erschöpfung – mit durchgehend positiver Tendenz, aber heterogener Methodik. Mit direktem Bezug zu Long COVID gibt es die randomisierte Arbeit von Tosato et al. (2022) und die LINCOLN-Studie von Izzo et al. (2022): Beide untersuchten eine **Kombination** aus L-Arginin und liposomalem Vitamin C und fanden signifikante Verbesserungen von Gehstrecke, Handkraft, Endothelfunktion und Fatigue – der spezifische Beitrag des Vitamin C bleibt darin allerdings unklar.

Besonders relevant für meine Fragestellung sind zwei Arbeiten außerhalb des Post-COVID-Kontexts: Sim et al. (2022) fanden bei Erwachsenen mit suboptimalem Vitamin-C-Status Verbesserungen von Aufmerksamkeit und Vitalität, am stärksten in der Subgruppe mit den niedrigsten Ausgangswerten. Suh et al. (2012) zeigten nach einer einmaligen 10-g-Infusion eine Reduktion der Fatigue über 24 Stunden – ebenfalls am deutlichsten bei niedrigem Ausgangsstatus. Beide stützen die Grundidee, dass es auf den Ausgangswert ankommt.

Und der Vollständigkeit halber gehört auch das Gegenteil erwähnt: In zwei großen randomisierten Studien (LOVIT-COVID und REMAP-CAP) konnte hochdosiertes Vitamin C in der **Akutphase** die spätere Entwicklung eines Post-COVID-Syndroms nach sechs Monaten nicht verhindern.

## Zur Sicherheit

Vor jeder intravenösen Hochdosistherapie muss ein Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel ausgeschlossen werden – sonst droht eine hämolytische Krise. In der Studie wurde der G6PDH-Wert bei allen Teilnehmenden vor Therapiebeginn bestimmt. Weitere relevante Risiken sind eine Oxalat-Nephropathie bei vorbestehender Niereninsuffizienz und Fehlmessungen von Blutzucker in Point-of-Care-Geräten. Während der gesamten Behandlungsphase traten in unserer Fallserie keine Nebenwirkungen auf.

## Das Wichtigste in Kürze

1. **Der Vitamin-C-Status lohnt die Messung.** In dieser Kohorte hatten 30,8 % der Post-COVID-Betroffenen einen Mangel – in der Kontrollgruppe niemand.
2. **Der kurzfristige Effekt war klinisch relevant, der langfristige nicht.** Ohne Erhaltungskonzept kehrten die Werte in Richtung Ausgangsniveau zurück.
3. **Es ist eine Fallserie mit vier Patient:innen.** Sie erzeugt Hypothesen, sie beweist nichts – und sie ersetzt keine randomisierte Studie.

## Und was heißt das für die Praxis?

Für mich ist die intravenöse Vitamin-C-Therapie nach dieser Arbeit **kein Basisbaustein** bei Long COVID und ME/CFS, sondern eine gezielte Option für eine klar umrissene Gruppe: nachgewiesener Mangel, Fatigue oder Brain Fog im Vordergrund, ärztliche Begleitung mit Verlaufskontrolle und einem Plan für die Zeit nach der Infusionsserie.

Und was auch nach dieser Arbeit unverändert gilt: **Kein Mikronährstoff ersetzt das Pacing.** Eine Infusion, die kurzfristig mehr Energie verschafft, ist genau dann gefährlich, wenn sie dazu verleitet, die eigenen Belastungsgrenzen zu überschreiten – dann folgt der PEM-Crash, und der kostet mehr, als die Infusion gebracht hat. Wo die Vitamin-C-Therapie in meinem Behandlungskonzept steht, habe ich im Beitrag zum [Vier-Phasen-Konzept](https://www.dr-med-kristina-schultheiss.de/post/das-vier-phasen-konzept-bei-long-covid-me-cfs-und-warum-schützen-zuerst-kommt) beschrieben: Sie gehört in die Phase der Stabilisierung, nicht an den Anfang.

Ob eine Bestimmung des Vitamin-C-Status und gegebenenfalls eine Substitution für Sie sinnvoll ist, besprechen wir gerne individuell in der Sprechstunde.

*Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Die als „persönliche Einschätzung" gekennzeichneten Passagen geben meine ärztliche Meinung auf Basis der aktuellen Studienlage und meiner klinischen Erfahrung wieder. Bitte beginnen Sie keine intravenöse Therapie in Eigenregie.*

## Quellen (Auswahl)

- Schultheiß K.: Intravenöse Vitamin-C-Therapie beim Post-COVID-Syndrom – Patient-reported Outcomes bei Patient:innen mit Vitamin-C-Mangel. Masterarbeit, Dresden International University, Oktober 2025
- Valentiny C.: Komplementäre Arbeit zu den biochemischen Veränderungen desselben Kollektivs, 2025
- Vollbracht C., Kraft K.: Feasibility of Vitamin C in the Treatment of Post Viral Fatigue. Nutrients 2021
- Vollbracht C., Kraft K.: Oxidative Stress and Hyper-Inflammation as Major Drivers of Severe COVID-19 and Long COVID. Front Pharmacol 2022
- Tosato M. et al.: Effects of L-Arginine Plus Vitamin C Supplementation on Physical Performance in Adults With Long COVID – RCT. JAMA Netw Open 2022
- Izzo R. et al. (LINCOLN): L-Arginine plus Vitamin C bei persistierenden Post-COVID-Symptomen, 2022
- Sim M. et al.: Vitamin C supplementation promotes mental vitality in healthy young adults – RCT, 2022
- Suh S.-Y. et al.: Intravenous vitamin C administration reduces fatigue in office workers – RCT, Nutr J 2012
- The LOVIT-COVID Investigators & REMAP-CAP Investigators: Intravenous Vitamin C for Patients Hospitalized With COVID-19, 2023
- Carr A.C. et al.: Vitamin C and Immune Function. Nutrients 2017
- Carruthers B.M. et al.: Kanadische Konsenskriterien (CCC) für ME/CFS, 2003
- Bell D.: The Doctor's Guide to Chronic Fatigue Syndrome – Bell Disability Scale, 1995
- Cella D. et al.: The Patient-Reported Outcomes Measurement Information System (PROMIS), 2010
- Ware J.E., Sherbourne C.D.: The MOS 36-Item Short-Form Health Survey (SF-36), 1992

Im April 2026 habe ich meine Masterarbeit im Studiengang „Präventive und Funktionelle Medizin" an der Dresden International University abgeschlossen. Untersucht habe ich, was eine intravenöse Vitamin-C-Therapie bei Patient:innen mit Post-COVID-Syndrom und nachgewiesenem Vitamin-C-Mangel bewirkt – gemessen nicht an Laborwerten, sondern an dem, was die Betroffenen selbst berichten. Die Ergebnisse sind interessant, teilweise überraschend, und sie haben eine deutliche Schattenseite: Der Effekt hielt nicht an. In diesem Beitrag erzähle ich, was ich gefunden habe, wie belastbar es ist – und wo die Grenzen einer Fallserie mit vier Patient:innen liegen.


Warum überhaupt Vitamin C bei Long COVID?

Beim Post-COVID-Syndrom (PoCS) werden mehrere ineinandergreifende Mechanismen diskutiert: eine persistierende niedriggradige Entzündung, oxidativer Stress mit vermehrter Bildung reaktiver Sauerstoffspezies, endotheliale Dysfunktion mit Mikrozirkulationsstörungen, Neuroinflammation, autonome Dysfunktion und mitochondriale Dysfunktion. Eine kausale Therapie existiert bis heute nicht.


Der Wirkmechanismus: 

Vitamin C ist an auffällig vielen dieser Achsen beteiligt. Es fängt reaktive Sauerstoffspezies ab und regeneriert andere Antioxidantien wie Glutathion und Vitamin E. Es stabilisiert Tight Junctions im Endothel und unterstützt über die Regeneration von Tetrahydrobiopterin die NO-Bildung – also genau die Achse, die bei PoCS gestört ist. Es ist Cofaktor der Dopamin-β-Hydroxylase und damit an der Katecholaminsynthese beteiligt. Und es wird für die Carnitinbiosynthese gebraucht, ohne die Fettsäuren nicht in die Mitochondrien gelangen.


Warum intravenös? 

Die Aufnahme im Darm ist sättigbar: Ab etwa 200–500 mg pro Einzeldosis ist die Transportkapazität weitgehend ausgeschöpft, höhere orale Dosen führen vor allem zu Durchfall, nicht zu höheren Spiegeln. Erst die parenterale Gabe erreicht supraphysiologische Serumspiegel – relevant gerade dann, wenn zusätzlich eine Malabsorption besteht.


Das ist eine plausible Kette. Plausibilität ist aber kein Wirksamkeitsnachweis – und genau deshalb habe ich gemessen.


Was ich untersucht habe

Die Arbeit entstand als Teil eines gemeinsamen Studienprojekts in der Praxis „In der Gerbe" in Egg (Österreich) unter ärztlicher Leitung von Dr. med. Christine Valentiny, im Zeitraum April 2024 bis August 2025. Ursprünglich war eine größere Studie mit 55 Teilnehmenden geplant. Weil sich nicht genügend Patient:innen mit PoCS und gesichertem Vitamin-C-Mangel finden ließen, wurde das Konzept in eine explorative Fallserie überführt und um eine gesunde Vergleichsgruppe ergänzt. Diese Ehrlichkeit gehört an den Anfang: Was folgt, ist keine Studie, die Wirksamkeit beweisen kann.


Das Kollektiv: 28 Personen – 13 mit Post-COVID-Syndrom (davon 4 mit Vitamin-C-Mangel) und 15 gesunde Kontrollpersonen.


Die Intervention: 7,5 g Ascorbinsäure als Kurzinfusion, einmal wöchentlich über vier Wochen, unter ärztlicher Aufsicht.


Die Messzeitpunkte: T0 (vor Therapie), T1 (nach der letzten Infusion), T2 (sechs Wochen nach Therapieende).


Die Instrumente: SF-36 (gesundheitsbezogene Lebensqualität, mit den Summenscores PCS und MCS), drei PROMIS-Kurzskalen (Fatigue, kognitive Funktion, Schmerzinterferenz), der Bell-Disability-Score und die Kanadischen Konsenskriterien. Beurteilt wurde nicht primär die statistische Signifikanz – bei vier Patient:innen wäre das aussichtslos –, sondern die klinisch relevante Veränderung (MCID): mindestens 0,5 Standardabweichungen, beim SF-36 etwa 5 Punkte, bei PROMIS etwa 0,3 Punkte.


Parallel dazu untersuchte Dr. Valentiny in ihrer Arbeit die biochemischen Veränderungen. In einem gemeinsamen Cross-over-Kapitel haben wir beide Perspektiven zusammengeführt.

Ergebnisse der Fallserie: kurzfristige Besserung nach Vitamin-C-Infusionen, nach sechs Wochen weitgehend rückläufig; nur vier behandelte Patient:innen.

Befund 1: Der Vitamin-C-Mangel war deutlich häufiger

In der PoCS-Gruppe wiesen 4 von 13 Patient:innen (30,8 %) einen Vitamin-C-Mangel auf – in der Kontrollgruppe kein einziger (0 von 15). Im Fisher's-Exact-Test war dieser Unterschied statistisch signifikant (p = 0,035). Drei der vier lagen im Bereich des schweren Mangels (2,8 / 2,9 / 3,6 mg/dl), eine im moderaten (4,5 mg/dl).


Ebenso deutlich war die Einschränkung der Lebensqualität: Der körperliche Summenscore (PCS) lag im Mittel bei 36,0, der psychische (MCS) bei 37,5 – gegenüber etwa 50 in der Normalbevölkerung. Alle vier Patient:innen erfüllten formal die Kanadischen Konsenskriterien für ME/CFS und berichteten 20 bis 23 Symptome.


Meine persönliche Einschätzung: Dieser Befund hat mich in seiner Deutlichkeit überrascht – nicht dass es einen Unterschied gibt, sondern dass in der Kontrollgruppe kein einziger Mangel auftrat. Vorsicht ist trotzdem geboten: Bei 13 gegenüber 15 Personen kann ein solcher Kontrast auch Zufall sein, und ob der Mangel Ursache, Folge oder Begleiterscheinung des erhöhten Verbrauchs bei chronischer Entzündung ist, kann diese Arbeit nicht klären. Was ich mitnehme, ist praktisch: Der Vitamin-C-Status ist billig zu messen und wird in der Post-COVID-Diagnostik fast nie bestimmt. Das sollte er.

Befund 2: Direkt nach der Infusionsserie war die Verbesserung deutlich

Zwischen T0 und T1 verbesserten sich praktisch alle erhobenen Dimensionen. Der PCS stieg im Mittel um 13,7 Punkte, der MCS um 18,7. Am stärksten legten die rollenbezogenen Skalen zu – körperliche Rolleneinschränkung +25,0, emotionale Rolleneinschränkung +25,3 –, gefolgt von sozialer Teilhabe (+17,5) und Vitalität (+13,8). In der PROMIS-Fatigue-Skala sank der Wert um 0,48 Punkte und überschritt damit die MCID-Schwelle klar. Kognition (+0,23) und Schmerzinterferenz (–0,25) veränderten sich in die erwartete Richtung, blieben aber grenzwertig bzw. unterhalb der Relevanzschwelle.


Wichtig zur Einordnung: Kein einziger dieser Werte war statistisch signifikant. Die p-Werte im Wilcoxon-Test lagen durchgängig zwischen 0,109 und 0,375 – bei n = 4 ist das erwartbar und sagt über die Wirksamkeit nichts aus.


Was zählt, ist die Richtungskonsistenz: Alle Skalen bewegten sich gleichsinnig, und mehrere überschritten die klinische Relevanzschwelle.


Meine persönliche Einschätzung: Das ist der Teil der Arbeit, der mich als Behandlerin am meisten interessiert – und zugleich der, bei dem ich am vorsichtigsten bin. Vier Patient:innen, keine Verblindung, keine Kontrollgruppe, Selbstauskunft als einzige Datenquelle, dazu eine Kohorte, die über Newsletter und Social Media zu einer Mikronährstofftherapie gekommen ist und entsprechend erwartungsvoll war: Ein Placeboeffekt ist hier nicht die Randbemerkung, sondern eine ernstzunehmende Alternativerklärung. Dass die Fatigue am konsistentesten reagierte, passt allerdings gut zum Mechanismus – energetische Dimensionen sollten schneller ansprechen als kognitive oder Schmerznetzwerke.

Befund 3: Der Effekt hielt nicht – der Rebound

Sechs Wochen später (T2) war ein großer Teil des Gewinns wieder verschwunden. Der PCS fiel um 13,1 Punkte, der MCS um 12,5. Am stärksten betroffen: die körperliche Funktionsfähigkeit (–21,7) und die Vitalität (–16,7). Der Verlauf zeichnet damit ein Muster, das ich in der Arbeit als „gipfelartig" beschrieben habe: deutlicher Anstieg unmittelbar nach der Infusionsserie, anschließend Rückkehr in Richtung Ausgangsniveau.


Pharmakokinetisch ist das nicht überraschend. Supraphysiologische Ascorbatspiegel halten nur wenige Tage; bei chronischer Entzündung kommt ein erhöhter Verbrauch hinzu. Die zugrunde liegende Pathophysiologie besteht fort – ohne fortgesetzte Modulation setzt sie sich wieder durch.


Meine persönliche Einschätzung: Für mich ist das eigentlich das wichtigste Ergebnis der ganzen Arbeit – wichtiger als der Peak. Eine einmalige Infusionsserie über vier Wochen reicht nicht. Wer diese Therapie einsetzt, muss von Anfang an mitdenken, was danach kommt: Auffrischungsinfusionen in größeren Abständen, orale Erhaltungsdosis, oder eine bewusste Entscheidung gegen die Fortführung. Was aus meiner Sicht nicht vertretbar ist: vier teure Infusionen verkaufen, das gute Gefühl danach als Therapieerfolg verbuchen und den Abfall sechs Wochen später gar nicht mehr zu sehen bekommen. Ein Konzept ohne Verlaufskontrolle ist bei dieser Therapie kein Konzept.

Befund 4: Wer profitiert? Die „Dual-Trigger"-Hypothese

Die vier Verläufe waren sehr unterschiedlich. Eine Patientin – in der Arbeit VC001 – hatte den niedrigsten Ausgangswert (2,8 mg/dl), die schwersten kognitiven Einschränkungen und den stärksten Anstieg des Serumspiegels. Sie zeigte auch die deutlichste Besserung in allen Domänen, fiel aber bis T2 wieder auf das Ausgangsniveau zurück.


Eine zweite Patientin (VC004) verbesserte sich weniger dramatisch, hielt ihr Niveau dafür bis zum Follow-up. Eine dritte besserte sich langsam und kontinuierlich, und eine vierte sprach überhaupt nicht an.


In der Cross-over-Analyse zeigte sich, dass ein stärkerer Anstieg des Serum-Ascorbats mit stärkerer Symptombesserung einherging – am ausgeprägtesten bei Fatigue und körperlicher Funktionsfähigkeit, schwächer und uneinheitlich bei der Schmerzinterferenz.


Daraus habe ich die Hypothese eines „Dual-Trigger"-Profils formuliert: Ein therapeutisch relevanter Effekt ist vor allem dann wahrscheinlich, wenn beides zusammenkommt – ein tatsächlich erniedrigter Serum-Ascorbatspiegel und eine passende klinische Leitsymptomatik, also Fatigue oder kognitive Einschränkungen im Vordergrund.


Meine persönliche Einschätzung: Das ist eine Hypothese, keine Erkenntnis – bei vier Personen kann eine einzelne Patientin ein ganzes Korrelationsmuster tragen, und genau das war hier teilweise der Fall. Auch eine Regression zur Mitte ist bei so extremen Ausgangswerten eine ernstzunehmende Alternativerklärung. Trotzdem ist das Modell für mich klinisch brauchbar: Es beschreibt nicht, dass Vitamin C wirkt, sondern bei wem man überhaupt hinschauen sollte. Und es sagt implizit auch, wem ich es nicht anbiete – Patient:innen mit normalem Ausgangswert und ohne dominante Fatigue-/Kognitionssymptomatik.

Was die Arbeit ausdrücklich nicht zeigt

Zur Redlichkeit gehört eine klare Liste dessen, was hier nicht belegt ist:


  • Keine Wirksamkeit. Ohne Randomisierung, Verblindung und Placeboarm sind keine kausalen Schlüsse möglich.

  • n = 4. Die Teststärke ist so gering, dass moderate Effekte prinzipiell nicht nachweisbar sind; nach eigener Hochrechnung wären 12–20 Fälle nötig.

  • Selektionsbias. Rekrutierung überwiegend über Newsletter und soziale Medien einer funktionell-medizinisch ausgerichteten Praxis – also eine Gruppe mit hoher Gesundheitskompetenz und positiver Erwartungshaltung.

  • Nur Selbstauskunft. Neurokognitive Tests, Aktivitätsdaten oder Entzündungsmarker als Verlaufsparameter fehlen.

  • Kurzer Beobachtungszeitraum. Nach sechs Wochen war Schluss; über den weiteren Verlauf weiß ich nichts.


Wie sich das in die Literatur einfügt

Vollbracht und Kraft haben 2021 klinische Arbeiten zu Vitamin C bei Fatigue in verschiedenen Kontexten zusammengetragen – von Krebspatient:innen über Herpes zoster bis zu chronischer Erschöpfung – mit durchgehend positiver Tendenz, aber heterogener Methodik. Mit direktem Bezug zu Long COVID gibt es die randomisierte Arbeit von Tosato et al. (2022) und die LINCOLN-Studie von Izzo et al. (2022): Beide untersuchten eine Kombination aus L-Arginin und liposomalem Vitamin C und fanden signifikante Verbesserungen von Gehstrecke, Handkraft, Endothelfunktion und Fatigue – der spezifische Beitrag des Vitamin C bleibt darin allerdings unklar.


Besonders relevant für meine Fragestellung sind zwei Arbeiten außerhalb des Post-COVID-Kontexts: Sim et al. (2022) fanden bei Erwachsenen mit suboptimalem Vitamin-C-Status Verbesserungen von Aufmerksamkeit und Vitalität, am stärksten in der Subgruppe mit den niedrigsten Ausgangswerten. Suh et al. (2012) zeigten nach einer einmaligen 10-g-Infusion eine Reduktion der Fatigue über 24 Stunden – ebenfalls am deutlichsten bei niedrigem Ausgangsstatus. Beide stützen die Grundidee, dass es auf den Ausgangswert ankommt.

Und der Vollständigkeit halber gehört auch das Gegenteil erwähnt: In zwei großen randomisierten Studien (LOVIT-COVID und REMAP-CAP) konnte hochdosiertes Vitamin C in der Akutphase die spätere Entwicklung eines Post-COVID-Syndroms nach sechs Monaten nicht verhindern.


Zur Sicherheit

Vor jeder intravenösen Hochdosistherapie muss ein Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel ausgeschlossen werden – sonst droht eine hämolytische Krise. In der Studie wurde der G6PDH-Wert bei allen Teilnehmenden vor Therapiebeginn bestimmt. Weitere relevante Risiken sind eine Oxalat-Nephropathie bei vorbestehender Niereninsuffizienz und Fehlmessungen von Blutzucker in Point-of-Care-Geräten. Während der gesamten Behandlungsphase traten in unserer Fallserie keine Nebenwirkungen auf.


Das Wichtigste in Kürze

  1. Der Vitamin-C-Status lohnt die Messung. In dieser Kohorte hatten 30,8 % der Post-COVID-Betroffenen einen Mangel – in der Kontrollgruppe niemand.

  2. Der kurzfristige Effekt war klinisch relevant, der langfristige nicht. Ohne Erhaltungskonzept kehrten die Werte in Richtung Ausgangsniveau zurück.

  3. Es ist eine Fallserie mit vier Patient:innen. Sie erzeugt Hypothesen, sie beweist nichts – und sie ersetzt keine randomisierte Studie.

Fallserie zu intravenösem Vitamin C bei Long COVID: vier wöchentliche Infusionen mit 7,5 g und Verlaufskontrolle nach sechs Wochen.

Und was heißt das für die Praxis?

Für mich ist die intravenöse Vitamin-C-Therapie nach dieser Arbeit kein Basisbaustein bei Long COVID und ME/CFS, sondern eine gezielte Option für eine klar umrissene Gruppe: nachgewiesener Mangel, Fatigue oder Brain Fog im Vordergrund, ärztliche Begleitung mit Verlaufskontrolle und einem Plan für die Zeit nach der Infusionsserie.


Und was auch nach dieser Arbeit unverändert gilt: Kein Mikronährstoff ersetzt das Pacing. Eine Infusion, die kurzfristig mehr Energie verschafft, ist genau dann gefährlich, wenn sie dazu verleitet, die eigenen Belastungsgrenzen zu überschreiten – dann folgt der PEM-Crash, und der kostet mehr, als die Infusion gebracht hat. Wo die Vitamin-C-Therapie in meinem Behandlungskonzept steht, habe ich im Beitrag zum Vier-Phasen-Konzept beschrieben: Sie gehört in die Phase der Stabilisierung, nicht an den Anfang.


Ob eine Bestimmung des Vitamin-C-Status und gegebenenfalls eine Substitution für Sie sinnvoll ist, besprechen wir gerne individuell in der Sprechstunde.


Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Die als „persönliche Einschätzung" gekennzeichneten Passagen geben meine ärztliche Meinung auf Basis der aktuellen Studienlage und meiner klinischen Erfahrung wieder. Bitte beginnen Sie keine intravenöse Therapie in Eigenregie.


Quellen (Auswahl)

  • Schultheiß K.: Intravenöse Vitamin-C-Therapie beim Post-COVID-Syndrom – Patient-reported Outcomes bei Patient:innen mit Vitamin-C-Mangel. Masterarbeit, Dresden International University, Oktober 2025

  • Valentiny C.: Komplementäre Arbeit zu den biochemischen Veränderungen desselben Kollektivs, 2025

  • Vollbracht C., Kraft K.: Feasibility of Vitamin C in the Treatment of Post Viral Fatigue. Nutrients 2021

  • Vollbracht C., Kraft K.: Oxidative Stress and Hyper-Inflammation as Major Drivers of Severe COVID-19 and Long COVID. Front Pharmacol 2022

  • Tosato M. et al.: Effects of L-Arginine Plus Vitamin C Supplementation on Physical Performance in Adults With Long COVID – RCT. JAMA Netw Open 2022

  • Izzo R. et al. (LINCOLN): L-Arginine plus Vitamin C bei persistierenden Post-COVID-Symptomen, 2022

  • Sim M. et al.: Vitamin C supplementation promotes mental vitality in healthy young adults – RCT, 2022

  • Suh S.-Y. et al.: Intravenous vitamin C administration reduces fatigue in office workers – RCT, Nutr J 2012

  • The LOVIT-COVID Investigators & REMAP-CAP Investigators: Intravenous Vitamin C for Patients Hospitalized With COVID-19, 2023

  • Carr A.C. et al.: Vitamin C and Immune Function. Nutrients 2017

  • Carruthers B.M. et al.: Kanadische Konsenskriterien (CCC) für ME/CFS, 2003

  • Bell D.: The Doctor's Guide to Chronic Fatigue Syndrome – Bell Disability Scale, 1995

  • Cella D. et al.: The Patient-Reported Outcomes Measurement Information System (PROMIS), 2010

  • Ware J.E., Sherbourne C.D.: The MOS 36-Item Short-Form Health Survey (SF-36), 1992

Kontakt

bitte kontaktieren Sie uns ausschließlich per E-mail

Haben Sie noch Fragen?
Vielleicht können wir diese bereits auf unserer 
FAQs Seite beantworten.

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine E-Mail von uns.

Dr. med. Kristina Schultheiß
Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie

M. Sc. Präventive und Funktionelle Medizin

  • Instagram
  • LinkedIn
  • Youtube
bottom of page